Entscheidungshilfe eTrex oder eMap

Garmin fenix 7X und epix Gen 2 im Test

Der Schwerpunkt dieses Tests und Vergleichs der Garmin Fenix 7X Solar und Garmin Epix Gen 2 liegt auf den Sensoren wie Höhenmesser, Positionsbestimmung und Herzfrequenz. Was unterscheidet die beiden GPS-Outdoor-Smartwatches? Und wie gut ist die Taschenlampe der Fenix 7X für den Outdoorbereich? Hier geht es zum Test der Outdoor-Smartwatches ...
  • Hallo zusammen,
    bisher habe ich mich intensiv mit der Navigation auf dem dem PocketPC beschäftigt. Meine ersten Cache-Erfahrungen habe ich auf dem PocketPC mit Hilfe von Glopus (MDA2 + Royaltek RBT3000 Bluetooth GPS) gemacht. Glopus ermittelt immer "recht schön" einen Mittelwert in einem bestimmten Zyklus, diesen habe ich als GC Punkt benutzt.
    Mit diesem Programm habe ich auch meine ersten Caches gelegt.


    Nun habe ich hier zur Auswahl einen Garmin etrex (Software 2.20) und Garmin eMap vorliegen. Diese Geräte wollte ich heute mal dazu benutzen, die ermittelten Koordinaten vom PDA mit den Garmin Geräten abzugleichen.


    Doch das war nichts mit den PDA Koordinaten Abgleich. Selbst die beiden Geräte empfangen unterschiedliche Koordinaten. Sie lagen direkt aneinander in meinen Händen als ich die Wegpunkte aufgezeichnet habe und haben trotzdem "gewaltige" Abweichungen.


    Beispiele:
    etrex N ...° 39.831', O ... ° 45.330 '
    emap N ...° 39.813', O ... ° 45.321'


    etrex N ...° 40.127', O ... ° 46.434'
    emap N ...° 40.142', O ... ° 46.444'


    Für ein Gerät soll ich mich entscheiden, daher nun meine Frage:


    Es geht mir nicht um die grafische Anzeige der Karte, dies kann ich durch die Kopplung Garmin + PDA erreichen. Hier habe ich Pathway und OZI Explorer bzw. Glopus. Diese stellen mir die Position auf der Karte dar.


    Ich bin der Meinung, der eMap misst die Koordinaten genauer braucht aber nach einem "Satabriss" länger bis zum Fix.
    Der etrex ist schneller wieder mit dem Fix da, misst aber scheinbar ungenauer.
    Die Genauigkeitswerte in Metern beim Empfang scheint der eMap auch genauer anzuzeigen.


    Kann dies sein? Habt ihr dafür eine Erklärung?
    Wieso messen beide Empfänger an der gleichen Stelle eine andere Koordinate (während der eMap den Waypoint rechts des Weges setzt, zeichnet der etrex die Daten am linken Wegrand auf - überprüft mit TTQV3 auf Top10 Karte)?
    Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?


    Ich bin für jede Antwort dankbar.


    Grüsse
    Schnoeppi

  • @schnoeppi


    Es sollte Dich eigentlich mehr wundern, wenn beide Geräte exakt die gleichen Koordinaten anzeigen würden. So genau ist GPS nun mal nicht.
    Die Genauigkeitsangabe auf dem GPS solltest Du auch richtig interpretieren. Zeigt das Gerät eine Genauigkeit von 7m, so bedeutet das nur, daß sich die exakte Position mit 50%-tiger Wahrscheinlichkeit in einem Kreis mit 7m Radius befindet. Die Wahrscheinlichkeit, daß sich die genaue Position außerhalb dieses Kreises befindet ist aber genauso hoch.
    Die Wahrscheinlichkeit, daß sich die Position in einem Kreis mit doppelten Radius befindet, liegt allerdings schon bei 95% und beim 2,55-fachen Radius steigt sie auf 98,5%.
    In einem Kreis mit einem Durchmesser von ca. 36m haben aber sehr viele Kreise mit einem Durchmesser von 7m platz. Jeder Mittelpunkt eines solchen Kreises könnte dann die Positionsangabe eines GPS-Gerätes sein.


    Für welches Gerät Du Dich entscheiden sollst, ist schwierig zu beantworten. Jedes hat Vor- und Nachteile.
    Das eMap ist nur Spritzwasser geschützt, wärend das eTrex auch schon mal untertauchen darf, ohne Schaden zu nehmen. Das eMap besitzt auch keine Kompaßseite, blendet dafür aber auf der Kartenseite einen Richtungspfeil ein.
    Datenfelder lassen sich beim eMap nicht konfigurieren. Da muß man mit dem zufrieden sein, was er anbietet. Ebenso kennt die Trackaufzeichnung nur den Auto-Modus und läßt sich nicht abschalten. Dafür hat das eMap aber einen größeren Trackspeicher (2000 Punkte + 10*250 SavedTracks), eTrex (ca 1500 + 10*125), und kann auch bis zu 50 Routen speichern (eTrex nur eine).
    Jetzt braucht kein Mensch 50 Routen, aber ich benutze Routen auch, um Wegpunkte einfach zu kategoriesieren.


    Ich selbst hab seit 4 Jahren ein eMap und bin immer noch absolut zufrieden damit, funzt auch sehr gut beim GeoCaching.


    Wenn Du sehr viel Wert auf Genauigkeit legst, gibt es noch zwei Punkte, die für das eMap sprechen.
    1. Du kannst dort eine externe Antenne anschließen (ca. 30?). Ich hab mir ursprünglich eine für's Auto zugelegt, bringt aber auch im Wald hervorragende Ergebnisse. Da muß man schon auf allen Vieren durchs Unterholz kriechen, um einen Empfangsverlußt zu provozieren.
    2. Das eMap beherrscht das sogenannte Waypoint-Averaging, bei dem durch eine Vielzahl von Messungen über einen längeren Zeitraum eine exaktere Positionskoordinate ermittelt wird. Damit lassen sich dann auch genauere Cache-Koordinaten angeben.


    Gruß
    Holgi